Trial-Sport der Extraklasse

UCI Trials World Cup 2018, Round #4 Berlin, Germany – Foto Leo Zhukov

Was ist Trial?

Beim Trial geht es mit verschiedenen Fahrtechniken mit dem Fahrrad über Hindernisse, ohne dabei den Fuß auf dem Untergrund abzusetzen. Das geht so ziemlich überall, egal ob draußen in der Natur, in der Stadt oder sogar im Indoorbereich mit speziell aufgebauten Strecken (Sektionen). Bei der Auswahl der Hindernisse ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt – sei es der Findling im Park oder die Mauer des Nachbarn. Auch Indoor geht es kreativ zu, wenn Paletten, Betonröhren oder Kabeltrommeln überwunden werden müssen.

Im Wettkampf gilt es, 6 festgelegte Hindernisse möglichst fehlerfrei in 2 Minuten zu absolvieren. Für jedes geschaffte Hindernis, ohne Körperkontakt, erhält die Fahrerin / der Fahrer 10 Punkte. Wer am Ende die meisten Punkte hat, gewinnt. Abhängig vom Leistungsniveau der Fahrer steigt die Schwierigkeit der Sektionen und die Hindernisse werden immer höher und komplexer.

Für die FahrerInnen bedeutet das viel Konzentration, Geschicklichkeit, Kraft und Mut um mit dem Rad über die verschiedenen Hürden zu springen und zu hüpfen, ohne dabei die Balance zu verlieren. Fahren tun sie dabei kaum noch, weshalb es sich bei den Rädern auch um Spezialanfertigungen handelt. Diese sind leichter und ohne Sattel, um so mehr Bewegungsfreiheit zu bieten.

Entstanden ist der Sport in den 70er Jahren und geht aus dem Motorrad-Trial hervor. Die Kinder der Motorrad-Trialer wollten ihren Eltern nachahmen und stiegen auf Fahrräder um über Baumstämme und Steine zu fahren. Rasch entwickelte sich so eine eigenständige Radsportart.